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Schmerztherapie

Unser Spektrum umfasst:

Akutschmerzdienst

Nach operativen Eingriffen können Schmerzen auftreten, die den Erfolg der OP und die Genesung negativ beeinflussen können. Sie dauern in der Regel nur wenige Tage oder Wochen an, können aber bei unzureichender Therapie in ein chronisches Schmerzleiden übergehen. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit den chirurgischen Kollegen einen Akut-Schmerz-Dienst etabliert, der Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Zusätzlich zu klassischen Schmerzmitteln in Form von Tabletten oder Tropfen stehen uns spezielle Schmerzpumpen zur intravenösen Gabe der Medikamente zur Verfügung. Daneben bieten wir ein breites Spektrum an regionalen Betäubungsverfahren. Man unterscheidet die rückenmarksnahe Peridualanästhesie von der selektiven Betäubung peripherer Nerven an Arm oder Bein. In beiden Fällen dienen ein dünner Katheter, der in der Nähe der gewünschten Nerven platziert wird, zur Verabreichung des Lokalanästhetikums. Wann und in welcher Form diese Verfahren sinnvoll angewandt werden können, werden wir im Vorfeld der Operation mit Ihnen besprechen.

Der Akutschmerzdienst betreut diese Kathetertechniken (bei ca. 1200 Patienten pro Jahr) nach der Operation weiter. Dazu erfolgt mindestens eine tägliche Visite, in der neben einem ausführlichen Gespräch über den Erfolg der bisherigen Schmerztherapie auch die Handhabung der Pumpen besprochen sowie der Katheterverband kontrolliert wird. Selbstverständlich sind wir auch an den Wochenenden für Sie da.

Schmerzambulanz

Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn Beschwerden länger als sechs Monate bestehen. Sie können z.B. in Folge einer Operation, eines Unfalls oder einer Entzündung auftreten und zu einer erheblichen Funktionseinschränkung des Körpers führen. Um die Schmerzen auf ein akzeptables Maß zu reduzieren, bieten wir eine kompetente und adäquate Therapie an. 

Unser Behandlungsspektrum umfasst:

  • Schmerz bei Tumorerkrankungen
  • Neuropathischer Schmerz ("Nervenschmerz")
  • Ischämieschmerz (Schmerz bei Durchblutungsstörungen)
  • Muskuloskelettaler Schmerz
  • Eingeweideschmerz
  • Somatoforme Schmerzerkrankungen
  • Gesichtsschmerz
  • Palliativmedizinische Begleitung

An therapeutischen Möglichkeiten bieten wir:

  • medikamentöse Therapien nach internationalen Richtlinien (WHO-Stufenschema)
  • Entzugsbehandlung bei Medikamentenabhängigkeit
  • Sympathikusblockaden und GLOA
  • Blockade und Neurolyse des Plexus coeliacus
  • Rückenmarksnahe Analgesieverfahren, auch Peridualkatheter als Langzeittherapie bei Tumorpatienten, intrathekale (intraspinale) Medikamentenpumpen
  • komplementäre Therapieverfahren, wie Akupunktur, Nervenstimulation (TENS)

Sprechzeiten der Schmerzambulanz sind Montag bis Freitag von 9 - 14:30 Uhr.

Bitte vereinbaren Sie telefonisch unter +49 381 494 6450 einen Termin. Gerne können Sie in Begleitung kommen.

Bitte bringen Sie eine für das Quartal gültige Überweisung mit und, wenn vorhanden, Unterlagen zu bisher durchgeführten Untersuchungen, Behandlungsmaßnahmen bzw. früheren Erkrankungen. Neben einem ausführlichen Gespräch ist eventuell eine körperliche Untersuchung und das Ausfüllen eines Schmerzfragebogens notwendig. All diese Maßnahmen dienen dazu, Ihre individuelle Schmerzsymptomatik zu verstehen und eine optimale Behandlung zu planen.

Palliativmedizin

Bei Patienten mit schweren Krebsleiden, Herz-, Atemwegs- oder neurologischen Erkrankungen im letzten Stadium ist oftmals eine Therapie mit kompletter Genesung nicht mehr möglich. In der Regel besteht hier eine begrenzte Lebenserwartung und die Patienten leiden unter dem deutlich eingeschränkten Allgemeinbefinden, müssen eventuell von den Angehörigen gepflegt werden. Diese für alle Beteiligten belastende Situation erschwert eine häusliche Versorgung. Die Betreuung auf einer Palliativstation eröffnet eine Option, für den Patienten unter Mitwirkung der Angehörigen eine annehmbare Lebensqualität zu erreichen.

Neben der medizinischen Versorgung stehen dabei auch individuelle Gespräche, Hilfe bei der Organisation von Hilfsmitteln und die psychologische Unterstützung im Vordergrund der Behandlung. Wir verstehen unsere Patienten und ihre Angehörigen als Einheit.

Lehre / studentische Ausbildung

Im Rahmen der gültigen Approbationsordnung bieten wir jährliche obligatorische Blockpraktika für die Studenten des 4. bis 6. Studienjahrs an. Neben der Vermittlung von theoretischen Wissen steht die praxisnahe Anwendung des Erlernten im Vordergrund. Regelmäßige innerklinische Weiterbildungsveranstaltungen Pflegekräfte und Ärzte sowie die Etablierung von Standards und Therapieregimen in Zusammenarbeit mit den Stationen haben positive Resonanz gezeigt.