header

Intensivtherapiestation (ITS)

Die Behandlung, Pflege und Überwachung auf einer ITS erfolgt aus unterschiedlichen Gründen:

  • geplant nach großen Operationen bspw. an Herz, Gehirn, Kopf, Bauch oder Lunge
  • geplant nach kleineren Eingriffen bei Vorerkrankungen
  • bei schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Sepsis, Hirnblutungen und schweren Unfällen mit mehreren Verletzungen

Die Körperfunktionen (Bewusstsein, Atmung, Herz- und Kreislaufsystem) werden rund um die Uhr mit Hilfe spezieller technischer Geräte kontrolliert und/oder unterstützt. Alle Geräte reagieren auf kleinste Veränderungen mit hör- und sichtbaren Signalen. Meist bedeutet dies keine akute Gefahr, hilft uns aber im Ernstfall, rechtzeitig zu handeln.

Unser Ziel ist die Verbesserung bzw. das Verhindern schwerwiegender Störungen lebenswichtiger Körperfunktionen. Wie lange sich ein Patienten auf einer ITS aufhalten muss, können wir vorher nicht immer abschätzen, da dies von von der Erkrankung und dem Gesundheitszustand abhängig ist.

Neben der individuell angepassten Intensivtherapie werden unsere Patienten gewaschen, gelagert und erhalten Hilfe bei der Medikamenten- und Nahrungsaufnahme. Bei einigen Patienten muss die Atmung mit Hilfe eines Beatmungsschlauchs (Tubus) in Mund, Nase oder über einen Luftröhrenschnitt (Trachealkanüle) von Geräten unterstützt werden. In dieser Zeit kann der Patient nicht sprechen.  

Je nach Krankheitsbild kann die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sein. In diesen Fällen wird die Nahrung als flüssige Kost über eine Sonde in den Magen geleitet. Wenn die Nahrungsverwertung im Magen-Darm-Trakt gestört ist oder der Darm nach einer Operation entlastet werden soll, kann die Ernährung auch als Infusion erfolgen. 

Wenn das selbständige Wasserlassen nicht möglich ist, wird der Urin über einen Blasenkatheter abgeleitet. Schläuche (Drainagen) im Wundgebiet dienen nach Operationen zur Ableitung von Blut und Flüssigkeiten, die in Auffangbeuteln oder -flaschen gesammelt werden und am Bettrand befestigt sind. Diese Drainagen verursachen dem Patienten keine Schmerzen und fördern die Heilung. 

Unterstützung
Die Zeit auf einer ITS stellt für Patienten und Angehörige eine große psychische Belastung dar. Oft verunsichert die Anwesenheit der vielen technischen Apparate. Durch die Erkrankung und Therapie können Aussehen und Verhalten des Patienten verändert sein. Gelegentlich ist ein künstlicher Tiefschlaf mit Hilfe von Narkosemedikamenten notwendig. 

Wir stehen Ihnen jederzeit zur Klärung von Fragen zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, durch einen Seelsorger und eine Psychologin am Krankenbett Beistand zu erfahren. Für die Planung von Rehabilitationsmaßnahmen sind unserer Sozialarbeiter zuständig. Sprechen Sie uns an.

Ihr Besuch
Als Angehöriger sind sie auf unserer Station stets willkommen. So sehr wir uns um flexible Besuchszeiten bemühen, möchten wir Sie um Verständnis bitten, dass die von uns empfohlene Besuchszeit von 15 - 19 Uhr eingehalten werden sollte. Außerhalb der Besuchszeit bitten wir Sie, Ihren Besuch mit der Pflegekraft abzusprechen. 

Bitte klingeln Sie an der Stationstür und melden Sie sich an der Gegensprechanlage. Eine Pflegekraft wird Sie abholen. Desinfizieren Sie sich die Hände nach Betreten der Station. Patienten auf einer Intensivstation haben ein abgeschwächtes Immunsystem. Sollten Sie selbst erkrankt sein, nehmen Sie von einem Besuch Abstand. Bitte schalten Sie Ihr Handy aus.

Persönliche Sachen wie Hygieneartikel, Bücher, MP3-Player, Fotos, Glücksbringer, Brille etc. können Sie gern für Ihren Angehörigen mitbringen. Bekleidung wird nicht benötigt. Zur Sicherheit werden Ihnen eventuell vorhandene Wertgegenstände mitgegeben. Topfblumen sind aus hygienischen Gründen nicht gestattet. Selbstgekochte Speisen und Getränke können Sie nach Absprache mit dem Pflegepersonal gern mitbringen. 

Bitte begrenzen Sie die Besucher während des Aufenthaltes auf der Intensivstation auf die engsten Angehörigen, maximal zwei Besucher gleichzeitigKinder unter 14 Jahren dürfen nur in Ausnahmefällen und nur nach ärztlicher Absprache auf die Station.   

Ärztliche Auskünfte zum Krankheitszustand können Sie während Ihres Besuches durch den diensthabenden Arzt bekommen. Auskünfte während der Visitenzeiten sind nicht möglich. Auskünfte werden generell nur an einen nächsten Angehörigen gegeben. Telefonische Auskünfte sind aus rechtlichen Gründen nur in absoluten Ausnahmefällen möglich. Ein Gespräch mit dem Oberarzt ist nach Terminabsprache möglich.