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Behandlungsspektrum

Wir kümmern uns um Patienten auf dem Campus Schillingallee, in der Augenklinik, der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik, der Orthopädie, der Klinik für Strahlentherapie, Radiologie und der  Universitätsfrauenklinik in der Südstadt. Unser Akutschmerzdienst sorgt dafür, dass Schmerzen unserer Patienten zu jeder Zeit effektiv behandelt werden können. Nach operativen Eingriffen oder traumatischen Erlebnissen versorgen wir unsere Patienten auf den beiden interdisziplinären Stationen (PIT I und II). An vier Notarztstandorten in und um Rostock übernehmen wir die notärztliche Versorgung der Bevölkerung.

Klinische Anästhesie

Der erste Kontakt mit uns findet schon vor der Operation (präoperativ) statt. Hier gilt es, eine genaue Einschätzung des Risikos durch Art des Eingriffes und Ihres Gesundheitszustandes zu treffen und ggf. eine adäquate Vorbereitung einzuleiten.

Für fast alle Operationssäle stehen eine Narkoseein- und -ausleitung zur Verfügung. Die Operationssäle sind mit modernsten Narkoseüberwachungseinheiten und Beatmungsgeräten ausgestattet. Bei Operationen mit hohem Risiko oder schweren Vorerkrankungen stehen zur Gewährleistung einer sicheren Narkoseführung zusätzlich spezielle Überwachungsverfahren zur Verfügung (z.B. arterielle Blutdruckmessung, zentraler Venenkatheter, Rechtsherzkatheter, intraoperative Herzechokardiographie, PICCO, LIMON, EEG und BIS). Zum Einsatz kommen alle gängigen Narkoseverfahren und Kathetertechniken.
Für jeden Arbeitsbereich stehen alle Hilfsmittel zur Sicherung des schwierigen Atemwegs zur Verfügung. Die Handhabung von Intubationen sowie Bronchoskopie sind Teil der Ausbildung an unserer Klinik. Für alle Bereiche der klinischen Anästhesie wurden Leitlinien für operative Eingriffe (SOPs) erstellt, die jedem Arzt jederzeit über das Intranet zur Verfügung stehen.
Der Anteil der Regionalanästhesien liegt bei etwa 19% aller Narkosen. Große bauch- und thoraxchirurgische Eingriffe werden in einer Kombination aus Regionalanästhesie und Vollnarkose durchgeführt. Das gilt auch für gelenk- und gefäßchirurgische Eingriffe, wenn eine reine Regionalanästhesie nicht ausreicht. In jedem Fall wird die während der Operation begonnene Schmerztherapie (mit Medikamenten und/oder regionalen Anästhesieverfahren) fortgesetzt und an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst.
Während der Operation betreuen wir Sie mit einem für Sie und Ihre spezifische Situation angepassten Narkoseverfahren. Nach dem Eingriff sorgen wir für eine angemessene Schmerzfreiheit durch unseren Schmerzdienst.

Intensivtherapie

Unsere beiden perioperativen Intensivtherapiestationen (PIT) im Perioperativen Zentrum (POZ) verfügen über 36 komplett ausgestattete Intensivbetten. 22 Betten befinden sich auf der PIT 1 und 14 Betten auf der PIT 2. Pro Jahr behandeln wir insgesamt 2500 Patienten. 

Die Stationen stehen unter anästhesiologischer Leitung und arbeiten in enger Kooperation mit allen operativen Fachabteilungen zusammen. Die Versorgung unserer Patienten erfolgt rund um die Uhr durch ein engagiertes Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Stationshilfen, Sozialarbeitern, Psychologen und Seelsorgern. 

Unsere Ärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung „Spezielle Intensivtherapie“. Der leitende Oberarzt ist als leitender Notarzt der Hansestadt Rostock eng mit dem Rettungsdienst verbunden. Fünf Fachärzte arbeiten im Rahmen der Zusatzqualifikation „Anästhesiologische Intensivmedizin“. 10% unserer Pflegekräfte hat die Weiterbildung „Fachschwester/-pfleger für Anästhesie“ absolviert.

Die PIT gewährleistet die perioperative Versorgung aller elektiven operativen Patienten. Außerdem erfolgt die intensivmedizinische Versorgung von operativen Notfallpatienten, polytraumatisierter Patienten und intensivpflichtiger Patienten mit internistischen und neurologischen Krankheitsbildern. Aufgrund der Nähe zum OP und der Radiologie werden auch Kinder nach komplexen Eingriffen oder schweren Verletzungen auf der PIT betreut. Im Rahmen des Projekts SARRAH wird eine Wiedererwärmung schwer unterkühlter Patienten an einer Herz-Lungenmaschine durchgeführt. Daneben versorgen wir Patienten im schweren septischen Schock, im akuten Lungenversagen, polytraumatisierte Patienten, Patienten mit isoliertem schweren Schädel-Hirn-Traum, Patienten mit Hirnblutungen und Patienten mit Ruptur der Hauptschlagader.
Wir koordinieren die Schockraumeinsätze. Bei jedem Schockraumeinsatz ist mindestens ein Kollege aus der Anästhesie, der Unfallchirurgie und der Radiologie anwesend. Bei Bedarf werden zusätzliche Ärzte aller Fachabteilungen alarmiert. Zudem übernehmen wir auch die innerklinische Notfallversorgung von Patienten und Besuchern des POZ.

Jeder Therapieplatz ist mit modernen Überwachungseinheiten und einem Beatmungsgerät ausgestattet. Es kommen alle gängigen invasiven Überwachungsmethoden (TEE, PAK, PiCCO, Limon, ICP-Messung) zur Anwendung sowie sämtliche gängige Organunterstützungs- und -ersatzverfahren. In Zusammenarbeit mit der Nephrologie führen wir alle gängigen Nierenersatzverfahren (Dialyse, CVVH) sowie das Leberersatzverfahren MARS durch. In Zusammenarbeit mit der Herzchirurgie werden Herzunterstützungs-, und -ersatzverfahren (IABP, ECMO, Kunstherz) durchgeführt. Im Falle eines konservativ nicht beherrschbaren Lungenversagens verfügen wir über langjährige Erfahrung mit extrakorporaler Lungenersatz (PECLA,ILA, ECMO) und wenden diese Methoden regelmäßig an. Weitere Therapieoptionen, die regelmäßig durchgeführt werden, sind Kinetische Therapie (Rotorestbett, Lagerungstherapie), Bariatrische Patientenversorgung, Perkutane Tracheotomie und Invasive Temperaturregulation (CoolGuard).

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Notfallmedizin

Die Notfallmedizin mit ihren zahlreichen Aktivitätsfeldern bildet einen Schwerpunkt unserer Abteilung. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Schmerztherapie

Unser Team der Schmerztherapie besteht aus schmerztherapeutisch qualifizierten Ärzten und Pflegekräften ("pain nurses") und steht unter der Leitung von Oberarzt Dr. med. Ronald Siems. 

Unser Spektrum umfasst:

  • die Behandlung akuter Schmerzen durch den Akut-Schmerz-Dienst (ASD) bei stationären Patienten
  • die Behandlung chronischer Schmerzen in der Klinik bzw. in der Schmerzambulanz
  • innerklinischer schmerztherapeutischer Konsiliardienst
  • Lehre, Fort- und Weiterbildung für Studenten, Pflegekräfte sowie niedergelassene und Klinikärzte

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