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Forschungsschwerpunkte

Einfluss von Delphinidin und Memantine auf Lethalität, Organschaden und die funktionell-neurologische Regeneration nach Herz-Kreislaufstillstand und kardiopulmonaler Reanimation

In Deutschland kommt es jährlich zu ca. 30.000 bis 40.000 außerklinischen reanimationspflichtigen Notfallsituationen. Nur bei ca. 40 - 50 % der Patienten kann ein Spontankreislauf durch Reanimationsmaßnahmen wiederhergestellt werden. Von diesen Patienten können wiederum nur ca. 10 – 20 % das Krankenhaus lebend verlassen und lediglich 1,6 -2 % der betroffenen Patienten überleben ohne signifikantes neurologisches Defizit. Trotz intensiver Grundlagenforschung und regelmäßiger Überarbeitung der Reanimationsleitlinien konnten in den letzten Jahrzehnten keine durchgreifenden Verbesserungen, hinsichtlich der Überlebensrate und funktionell-neurologischer Regeneration bei Patienten nach Herz-Kreislaufstillstand, erzielt werden. Um vielversprechende Behandlungsansätze zu untersuchen, wird das durch die Arbeitsgruppe etablierte Reanimationsmodell genutzt.

Förderer: Universitätsmedizin Rostock, FORUN-Programm 2017

Summe: 19530,00 €

Projektbeteiligte: Dr. med.  Anne Güter, Dr. rer. nat. Rika Bajorat, Dr. med. Stefan Bergt, Stella Line Grest, Prof. Dr. med. Tobias Schürholz

Antimikrobielle Peptide bei sepsis-assoziierter Enzephalopathie

Die sepsis-assoziierte Enzephalopathie (SAE) ist ein häufig auftretendes Symptom der Sepsis und ist mit einer erhöhten Letalität assoziiert. Relevant für Überlebende nach einer Sepsis sind ebenfalls neurokognitive Defizite, die das Langzeitoutcome der Patienten mitbestimmen. Die exakten Mechanismen der SAE sind trotz intensiver Forschung noch weitgehend unverstanden. Vermutet werden unter Anderem zytokinvermittelte Störungen der neuronalen Aktivität.  Verschiedene zellkultur-basierte Arbeiten zeigten Hinweise für Inflammation und Neurodestruktion, die eine Rolle bei der SAE spielen könnten.

Antimikrobielle Peptide führen laut Vorarbeiten zu einer erheblichen Reduktion der Inflammation. In diesem Projekt soll die Wirksamkeit bestimmter antimikrobieller Peptide auf verschiedene neuronale Zellen in einem Chip-basierten Zellkulturmodell untersucht werden. Damit sollen neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie der SAE als auch Hinweise für mögliche therapeutische Interventionsmöglichkeiten gewonnen werden.  

Förderer: Universitätsmedizin Rostock, FORUN-Programm 2017 

Summe: 19.767,00 €

Projektbeteiligte: Dr. med. Johannes Ehler,  M.Sc. Silke Seyock, Prof. Dr. med. Tobias Schürholz